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Arbeits- und Gesundheitsschutzberater Robert Hausmann e. K.
Arbeits- und GesundheitsschutzberaterRobert Hausmann e. K.

Gefährdungen für die Beschäftigten in Kindertagesstätten

Nach dem Arbeitsschutzgesetz ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, für die Sicherheit und Gesundheit seiner Beschäftigten zu sorgen. Die Angestellten müssen dabei mitwirken. Auf der Grundlage von einer Gefährdungsbeurteilung wird festgestellt, welche Gefährdungen in der konkreten Kita bestehen. Diese sollten möglichst an ihrer Quelle beseitigt werden. In sozialen Tätigkeitsfeldern ist dies z. T. nur bedingt erreichbar. Daher müssen die Arbeitsbedingungen so gestaltet werden, dass sie weniger gefährlich oder schädlich für die Gesundheit der Beschäftigten sind. Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Gesundheitsförderung sind eng mit dem Qualitätsmanagement und der pädagogischen Konzeption der Einrichtung verknüpft.

 

Umsetzung von Gesundheitsförderung und Arbeitsschutz in der Kita

Die gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung bietet einen Überblick über die psychischen und körperlichen Gefährdungen in der Kita. Nach der Erhebung entscheiden Träger, Leitung und Beschäftigte gemeinsam, wie sie Gefährdungen einschätzen und welche Arbeitsbedingungen verbessert werden sollten.

 

Gefährdungsbeispiele Kita

 

Lärm

Lärm beeinträchtigt die psychische und körperliche Gesundheit aller Menschen, d. h. Lärm ist sowohl für die pädagogischen Fachkräfte als auch die Kinder belastend. Zudem verschlechtert Lärm die kindliche Sprachentwicklung, da die Kinder, bestimmte Frequenzen der Sprache undeutlicher verstehen. Lärmprävention beginnt am besten bei bautechnischen Maßnahmen und kann durch organisatorische und pädagogische Handlungen ergänzt werden.

 

Rückengerechtes Arbeiten

Die Arbeit in Kindertageseinrichtungen ist oft nicht rückenfreundlich. Wenn die pädagogischen Fachkräfte im wörtlichen Sinne „auf Augenhöhe“ mit den Kindern arbeiten, ist das häufig mit einer gebückten, gehockten oder knienden Haltung verbunden. Oft mangelt es auch an erwachsenengerechten Möbeln für die Beschäftigten. Insbesondere Erzieherinnen, die mit Kleinkindern arbeiten, heben und tragen die Kinder und führen zum Teil haushaltsnahe Tätigkeiten aus. Ansatzpunkte zur Verbesserung sind u. a. die Anschaffung erwachsenengerechter Tische und Stühle, Aufstiegshilfen bei Wickeltischen und Dehnungs- und Kräftigungsübungen für die Rückenmuskulatur.

 

Infektionsschutz

Pädagogische Fachkräfte haben ein erhöhtes Risiko, sich mit Infektionskrankheiten bei den Kindern anzustecken. Insbesondere schwangere Mitarbeiterinnen und Beschäftigte mit unzureichendem Impfschutz sind gefährdet. Es ist hilfreich, sich ausreichend impfen zu lassen, bei bestimmten Tätigkeiten Handschuhe zu tragen und auf die Hygiene zu achten. Der arbeitsmedizinische Dienst und die Unfallversicherungen beraten hierzu detaillierter.

 

Stress

Erzieherinnen und Erzieher sind mit vielfältigen Anforderungen konfrontiert, die sie manchmal überfordern und Stressreaktionen auslösen. Personalmangel, Zeitdruck, fehlende soziale Unterstützung bzw. Anerkennung oder auch hoher Erwartungsdruck und die Gleichzeitigkeit vieler Aufgaben wirken psychisch belastend. Neben der Verbesserung der Rahmenbedingungen hilft es beispielsweise, die Arbeit anders zu organisieren, sich von Kolleginnen Unterstützung zu holen und die Ansprüche zu ändern. Auch wohltuende Freizeitaktivitäten können einen Ausgleich zur Arbeit schaffen, und dabei helfen sich zu regenerieren. Auf die besondere Situation der Kita-Leiterinnen gehen u. a. die nachstehend genannten Veröffentlichungen ein.

 

Wir können Ihnen sicher helfen, Ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachzukommen und Rechtssicherheit im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutz zu erlangen.

 

Wichtiger hierbei ist natürlich, dass wir Sie dabei unterstützen können, eine gesündere und sicherere Arbeitsumgebung für Ihre Beschäftigen zu schaffen!

 

 

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